Was Medizinstudenten wollen...

Umfrageergebnisse der bundesweiten Befragung “Berufsmonitoring Medizinstudierende” 2018
(eine Initiative von KBV, Universität Trier, MFT und bvmd)

Vereinbarkeit von Familie und Beruf 94.6%
Geregelte Arbeitszeiten 82.3%
Flexible Arbeitszeiten 81.4%
Breites Krankheitsspektrum behandeln 69.4%
Im Team mit anderen Ärzten arbeiten 67.6%

Die Labormedizin ist ein spannender ärztlicher Fachbereich - aber warum weiß kaum jemand etwas darüber?

Laborärzte haben in der Regel keinen Kontakt zu Patienten, weshalb der Labormediziner der Allgemeinheit nicht wie ein “klassischer” Arztberuf auffällt. Auch bemerken Studenten: Die Labormedizin wird an den Unis kaum beworben. Sie geht in der Modullehre regelrecht unter, da es als diagnostisches Fach in andere Module eingeflochten wird und nur an sehr wenigen Unis ein unabhängiges, eigenes Modul darstellt.

Wenn du dich informieren willst, wie die Arbeit eines Laborarztes aussieht, dann lies dir diesen Artikel durch: Was macht ein Laborarzt?.

Willst du herausfinden, ob die Labormedizin wirklich etwas für dich ist? Dann lies auch den Artikel: Argumente gegen die Weiterbildung zum Laborarzt.

Famulatur, Praktisches Jahr oder Hospitation in der Labormedizin?
Du willst es genauer wissen und in den Fachbereich der Laboratroiumsmedizin reinschnuppern? Dann ließ hier, wie sich dein Wunsch realisieren ließe:
Famulatur in der Labormedizin
Praktisches Jahr (PJ) in der Labormedizin

Gerne helfe ich dir auch persönlich, wende dich dazu einfach an mich.

Was dir die Arbeit in der Labormedizin bietet

Breites Krankheitsspektrum und Teamwork mit anderen Ärzten

Als Labormediziner erhältst du Analyseergebnisse aus Blut, Punktaten, Urin etc. von Patienten verschiedenster Fachrichtungen. Du bist daher tagtäglich mit unterschiedlichen Befundkonstellationen und Fragen von Klinikern konfrontiert. Die medizinischen Aufgaben eines Labormediziners sind vielfältig, denn sie umfassen verschiedene Bereiche der Diagnostik: Transfusionsmedizin, Hämatologie, Infektiologie/Mikrobiologie /Virologie, Immun-, Hormon-, Eiweißdiagnostik, etc. Je nach dem, welche Schwerpunkte dein Labor hat, wirst du daher mehr oder weniger intensiv mit diesen Fächern in Berührung kommen. Während deiner Facharztausbildung ist es jedoch obligat, jeden dieser Bereiche einmal für eine bestimmte Zeit kennengelernt zu haben.  Zu den Inhalten der Facharztausbildung schaue hier nach.

Geregelte Arbeitszeiten

Die Labormedizin ermöglicht dir an vielen (aber nicht allen!) Arbeitsstellen auch eine Teilzeitarbeit und manchmal eine Gleitzeitregelung. Wie in jedem ärztliches Beruf, kommt es auch in der Labormedizin immer wieder zu Überstunden. Allerdings ist dies eher in einem moderaten Ausmaß, da die Schichtdienste meist gut organisiert sind. Auch Nachtdienste sind in vielen Laboren die Regel, oftmals gestaltet sich dies als Rufbereitschaft für besonders dringende Fälle. Wochenenddienste werden innerhalb des Ärzteteams aufgeteilt und sind unterschiedlich gestaltet, in vielen Fällen ist die Arbeitszeit jedoch kürzer als in der Woche.

Es gibt noch viele weitere Gründe für die Labormedizin, z.B. die Möglichkeit von Zusatzausbildungen, Tätigkeit in der Forschung und Lehre usw.
Wenn du noch offene Fragen hast, dann schreib eine Email an info@jungelabormedizin.de und ich beantworte dir gerne deine Fragen!

Vereinbarkeit von Familie, Freizeit und Beruf

In der Labormedizin ist dies zwar nicht immer, aber zumindest überdurchschnittlich oft umsetzbar. Natürlich sind Lehrjahre keine Herrenjahre – Arbeitsbereitschaft und Motivation sollten also auch in diesem Beruf eine Selbtsverständlichkeit sein!

Schwanger im Labor?
Sofern dein Arbeitgeber bereit ist, Kompromisse einzugehen, wären “Kittel und Kind” in der Labormedizin theoretisch gut vereinbar – denn Pipetten, Blutproben und Ausstriche müssen während deiner Schwangerschaft nicht unbedingt Teil deiner Arbeit sein. Stattdessen kannst du während dieser absehbaren Zeit z.B. nur in der Befundung und Arztberatung arbeiten – zwei Bereiche, für die du lediglich dein Büro und PC in Anspruch nehmen brauchst.